Für unsere Matratzen verwenden wir ausschließlich natürliche Rohstoffe – sehen Sie selbst:

 

Halbleinen-Gradl

Beschreibung
Der Bezug für unsere Naturmatratzen wird aus unserem Halbleinen- Gradl genäht. Diesen weben wir in der Webfabrik – unserer Weberei in Haslach (OÖ). Halbleinen besteht zu 50 Prozent aus Leinen (Schuss) und zu 50 Prozent aus Baumwoll-Zwirn (Kette). Ein Halbleinen-Gradl ist wesentlich robuster als ein Baumwoll-Gradl. Außerdem verwenden wir kein Baumwolle-Garn, sondern den stärkeren Zwirn. Zwirn besteht aus zwei oder mehreren zusammengedrehten Garnen, daher hat er eine wesentlich höhere Reißfestigkeit als Einfach-Garne. Der Matratzen-Gradl hat eine Köper-Bindung (=Webart) mit fischgräten ähnlicher Struktur. Der Gradl hat die Naturfarbe der Materialien, da wir den Stoff nicht chemisch bleichen, färben und ausrüsten (=vorwaschen).

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Material-Eigenschaften
Die Materialien Leinen (Flachs) und Baumwolle sind wie fürs Bett gemacht. Die Kombination wirkt angenehm kühl im Sommer und wärmend im Winter. Halbleinen ist saugfähig und luftdurchlässig. Es sorgt für eine gute Durchlüftung und ein angenehmes Bettklima.

Partner
Wir beziehen unsere Garne von einem Garngroßhändler in Deutschland. Je nach Ernte und Lagerbeständen kommen Baumwolle und Leinen aus unterschiedlichen Ländern, in denen sie auch versponnen werden.

Mühlviertler Verarbeitung
Der Baumwollzwirn und das Leinengarn werden in unserer Weberei in Haslach verarbeitet. Im Jahr weben wir circa 10.000 Meter Matratzen-Gradl für den Eigenbedarf. In der Weberei in Haslach arbeiten drei bis vier Fachkräfte. Vom Schären über das Einziehen der Fäden, Anknüpfen und Weben passieren alle Arbeitsschritte vor Ort. Der fertige, 160 cm breite Stoff wird in unserer Produktion in Ahorn zugeschnitten. Danach wird der Bezug in der hauseigenen Näherei genäht. Alle unsere Bezüge haben eine sehr strapazierfähige Doppelnaht. Das Überziehen der Matratze erfolgt bis zu einer Matratzenbreite von 140 cm mit einer in Eigenregie konstruierten und gebauten Bezugsmaschine. Breitere Matratzen werden händisch von vier Mitarbeitern überzogen. Geschlossen wird der Bezug mit Reißverschluss. Zum Tragen und Wenden hat jeder Bezug seitlich zwei Tragegriffe.

Häufig gestellte Fragen
Warum kommt das Leinengarn nicht aus Österreich? Flachs wird in Österreich nur noch auf einer Fläche von 129 Hektar angebaut. Das entspricht der Fläche von 258 Fußballfeldern. Der Flachsanbau in Österreich kann daher als Liebhaberei bezeichnet werden. Leider kann der heimische Bedarf an Leinen damit nicht einmal ansatzweise gedeckt werden. In der EU sind die Hauptproduzenten von Leinen Frankreich, Belgien und Ungarn.


Schafwoll-Baumwoll-VLIES

Beschreibung
Unsere Matratzenvliese bestehen aus einem Schafwoll-Baumwoll-Gemisch: 70 % Schafwolle und 30 % Baumwolle. Jahrelange Erfahrung hat gezeigt, dass dieses Mischverhältnis optimal für die Verwendung in Matratzen ist. Wir verarbeiten ausschließlich Schafschurwolle. Sie ist die wertvollste Wolle und stammt vom gesunden, lebenden Schaf. Pro Schafschur erhält man circa drei bis vier Kilo Wolle.

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Material-Eigenschaften
Schafwolle ist die natürliche Klimaanlage einer Naturmatratze, da sie die Temperatur in jeder Jahreszeit ausgleicht. Sie kühlt im Sommer und wärmt im Winter. Eine weitere tolle Eigenschaft von Schafwolle aber auch von Baumwolle ist die gute Feuchtigsregulierung. Sie hilft einen Hitzestau im Bett vorzubeugen. Unsere Vliese sind atmungsaktiv und hautfreundlich. Weiters enthält Schafwolle Lanolin (=Wollwachs), welches für den Selbstreinigungsprozess der Wolle verantwortlich ist. Man sollte Matratzen mit hohem Schafwollanteil auch ein bis zwei Mal im Jahr zur Pflege in die Sonne stellen. Schafwollfasern regenerieren sich durch UV-Strahlen.

Partner
Alle unsere Vliese kommen von unserem Partner direkt aus dem Mühlviertel. Dieser kauft den Großteil seiner Wolle in Österreich. Manchmal auch in der Schweiz oder in Frankreich – wenn es in Österreich nicht genügend passende Wolle gibt. Bei der Schafwolle ist es uns wichtig, dass sie aus der EU kommt. Hier werden die Schafe in kleinen Herden gehalten und die Wolle ist nur ein Nebenprodukt. Die Wolle in unseren Matratzen muss nicht so fein sein, wie für Kleidung und daher kann die Wolle aller, bei uns lebenden Rassen verwendet werden. Die Baumwolle für die Vliese kommt aus der Türkei.

Mühlviertler Verarbeitung
Die Schaf-Baumwollvliese sind das wichtigste Rohmaterial für unsere Matratzen. Wir verarbeiten im Jahr ca. 12000 Meter Vlies. In einer Naturmatratze werden, je nach Modell, vier bis sechs Schichten Vlies verarbeitet.

Häufig gestellte Fragen
Ich habe eine Tierhaar-Allergie und Schafwolle kommt für mich nicht in Frage. Welche Alternativen zur Schafwolle gibt es? Gerne produzieren wir unsere Naturmatratzen auch komplett ohne Schafwolle. Die verwendeten Vliese sind dann aus reiner Baumwolle.


Kokosmatten

Beschreibung
Unsere Kokosmatten bestehen zu 70 % aus Kokosfasern von Kokosnüssen und zu 30 % aus Naturlatex von Kautschukbäumen. Alle unsere Matten werden aus den langen Omatfasern (5-7 cm) erzeugt. Je länger die Kokosfasern sind, umso robuster und langlebiger sind auch die Matten. Kurzfasern kommen bei uns nicht in Frage, da sie von minderer Qualität sind. Hier heben wir uns deutlich von der Konkurrenz ab. Ein weiteres Qualitätsmerkmal unserer Matten ist die Verwendung von reinem Naturlatex (kein Erdölderivat).

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Material-Eigenschaften
Kokos eignet sich hervorragend für Matratzen. Es isoliert Wärme hervorragend und sorgt für einen festen Härtegrad der Matratzen. Kokosfasern sind beständig gegen Feuchtigkeit, Fäulnis und gelten zu Recht als strapazier- und scheuerfähig. Weiters sind sie insektensicher, diffusionsoffen und elektrostatisch nicht aufladbar. Daher sind Kokosmatten langlebig, pflegeleicht und antibakteriell.

Partner
Seit über 20 Jahren beziehen wir unsere Kokosmatten von einem europäischen Partner. Er arbeitet ausschließlich mit hochwertigen und natürlichen Grundmaterialien. Die Kokosfasern sowie die reine Kautschukmilch bezieht er aus Sri Lanka.

Mühlviertler Verarbeitung
In der Naturfabrik verarbeiten wir Kokosmatten in verschiedenen Stärken. Den Presskokos mit 0,5 cm Stärke verwenden wir bei den Sitzauflagen und der Naturmatratze Merkur. Die 2 cm dicken Matten werden auch zu Sitzauflagen und für Shihatsu-Matten verarbeitet. Hauptsächlich kommen aber die 2 cm und 5 cm dicken Matten zum Einsatz für die Naturmatratzen Juno, Pluto, Jupiter, Mars und Erde.

Häufig gestellte Fragen
Wie kann man hochwertige Kokosmatten von Billigprodukten unterscheiden? Am Geruch. Hochwertige Kokosmatten werden mit Naturlatex besprüht, gebunden und riechen nur leicht. Der Geruch erinnert an Gummi (Latex= Milch vom Gummibaum) und ist nicht unangenehm. Billige Kokosmatten werden mit Erdölderivat besprüht. Der Geruch erinnert an Plastik und kann sehr intensiv und unangenehm sein.


Naturlatex / Naturkautschuk

Beschreibung
Naturlatex ist die Bezeichnung für den Milchsaft, der aus dem Kautschukbaum gewonnen wird. Dazu wird der Baum (Gummibaum) eingeschnitten und dann tropft langsam die Milch heraus. Diese wird in kleinen Förmchen aufgefangen. Aus der Milch wird Naturkautschuk gewonnen, welcher gerne als „fester“ Teil der Milch bezeichnet wird. Naturkautschuk wird vulkanisiert und so in Form gebracht. Der Vorgang des Vulkanisierens wurde 1839 von Charles Goodyear entdeckt. Dabei wird der natürliche Kautschuk unter Zugabe von Wasser und Tonerde gebacken und in Form gebracht. Bei dem Vorgang braucht man keine Zugabe von synthetischen Leimen, Klebstoffen oder chemischen Substanzen.

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Material-Eigenschaften
Latex ist durch seine offenporige Struktur gut durchlüftet und eignet sich hervorragend für weichere Naturmatratzen. In vulkanisierter Form hat Naturlatex sehr gute Eigenschaften. Er kann in jede Form und Größe gebracht werden. Die Backformen besitzen verschieden große Stahlstifte, durch die beim Backen Löcher in den Matten entstehen (Stiftlatex). So produziert man festere und weichere Matten aber auch verschiedene Zonen (Hüft- und Schulterzone) in einer Latexplatte. Die Haupteigenschaft von Naturlatex ist die enorme Elastizität des Materials, welches auch nach starker Belastung immer wieder in seine Ausgangsform zurückkehrt. Wichtig zu erwähnen ist auch noch, die Resistenz des Materials gegen Schimmelbefall, Pilze und Hausstaubmilben.

Partner
Wir beziehen unsere Latexplatten von einem Partner in Österreich. Die Firma ist Mitglied des Latex-Fachverbandes (QUL), welcher die Qualität des Materials immer wieder überprüft und auszeichnet. Gerade bei Naturlatex muss man besonders auf die Qualität achten, da Latex auch komplett synthetisch produziert werden kann.

Mühlviertler Verarbeitung
In der Matratzenproduktion in der Naturfabrik haben wir drei verschiedene Naturlatexkerne in Verwendung. Zwei Matten des 4 cm dicken Latex kommen in unseren Bestseller – die Naturmatratze Jupiter. Weiters verwenden wir 7 cm, 12 cm und 15 cm dicke Matten für die Naturmatratzen Neptun, Uranus, Saturn und Maja.

Häufig gestellte Fragen
Welche Vorteile hat Naturlatex im Vergleich zu Kaltschaum?

  1. Echter Naturlatex ist ein Naturprodukt und Kaltschaum wird aus Erdölderivat hergestellt.
  2. Naturlatex ist viel robuster als Kaltschaum. Kaltschaummatratzen müssen meistens nach 5-7 Jahren ausgetauscht werden, ganz im Gegensatz zu Latexmatratzen, diese halten doppelt so lange.
  3. Die Durchlüftung von Naturlatex ist durch die offenporige Struktur des Materials viel höher, daher schwitzt man auf einer Naturlatex-Matratze viel weniger als auf Kaltschaum.
  4. Matratzen mit Naturlatex haben beinahe keinen Eigengeruch. Kaltschaum- Matratzen weisen oft einen stechenden unangenehmen Geruch auf, der durch das Bettklima (warm und feucht) intensiv werden kann. Der Geruch von Kaltschaum entsteht durch den chemischen Prozess des Aufschäumens und braucht oft viele Wochen, um sich in die Raumluft zu verflüchtigen, die wiederum vom Menschen eingeatmet wird.
  5. Kaltschaummatratzen müssen mit feuerhemmenden Zusatzstoffen ausgerüstet werden, da Kaltschaum leicht brennbar ist.


Rossschweifhaar

Beschreibung
Unsere Rossschweifhaar-Matten für die Naturmatratze Erde bestehen aus reinem Pferde-Schweifhaar (keine Mischungen). Dieses wird gewaschen, gekraust und mit Heißluft fixiert. Um die Schweifhaare in Mattenform zu bringen, wird das Rohmaterial mit Jute vernadelt.

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Material-Eigenschaften
Rossschweifhaar ist eines der ältesten Polstermaterialien. Es ist sehr robust und reguliert das Klima im Bett gut. Rosshaar kühlt und wird von Menschen bevorzugt, die leicht schwitzen. Weiters wirkt Rossschweifhaar antirheumatisch und ist besonders atmungsaktiv. Zu beachtet ist, dass sich das Material verdichtet und der Liegekomfort dadurch um eine Spur fester wird.

Partner
Unsere Rossschweifhaar-Matten beziehen wir von einem Produzenten in Deutschland. Das Rohmaterial kommt aus Südamerika und wird in Deutschland gesäubert und vernadelt.

Mühlviertler Verarbeitung
In unserer Produktion haben wir Matten in der Größe von 80×200 cm und 90×200 cm lagernd. Für andere Größen und Überlängen verwenden wir Rollenmaterial, welches wir passend zuschneiden.

Häufig gestellte Fragen
Warum ist das Rossschweif-Haar gekräuselt? Diese „Dauerwelle“ für das Rossschweifhaar ist notwendig, weil nur gekraustes Haar druckstabil ist.


Sie können diese Seite für Ihre Unterlagen hier herunterladen: Download Matratzenmaterial Naturfabrik Ahorn